Aussichtsturm im Lemgoer Stadtwald hat wieder eine Zukunft
Neue Pächter bringen Gaststätte auf Vordermann und schmieden weitere Pläne
VON NICOLE REINEKE
Schmuckstück im Wald | Foto: Nicole Reineke
Lemgo. Er ist das Wahrzeichen des Lemgoer Stadtwaldes: der Aussichtsturm. Lange ist dessen Zukunft und die der nebenstehenden Gaststätte ungewiss gewesen. Jetzt können dort bis zu 150 Personen feiern.

Seitdem die Stadt als Eigentümer den Betreiber des Lemgoer Campingplatzes, Rolf Meyer zu Bentrup, im April vergangenen Jahres als neuen Pächter für den Aussichtsturm gewinnen konnte, hat sich im Stadtwald viel getan. "Es war eine Menge Geld und Arbeit nötig, um die Räume wieder auf Vordermann zu bringen", erinnert sich Anja Kordhanke, Lebensgefährtin von Meyer zu Bentrup und Ansprechpartnerin für die Vermietung. 

Was das Paar aus der ehemaligen Gaststätte gemacht hat, kann sich sehen lassen: Helle, freundliche Farben, gemischt mit rustikalem Flair bieten viel Platz zum Feiern in abgelegener Natur. "Wir wollten die Räume für Jedermann ansprechend gestalten. Nicht zu edel, aber auch nicht zu rustikal", so Kordhanke, die als gebürtige Lemgoerin froh ist, dass der Aussichtsturm eine Zukunft hat. 

Und er wird nach ihren Angaben gut angenommen: Geburtstage, Hochzeiten und Jubiläen werden regelmäßig mit bis zu 150 Personen dort gefeiert. 

Aber die Pächter haben noch viel mehr vor. Als Nächstes steht die Gartenanlage auf dem Plan. "Die Terrasse ist schon fertig. Nun wollen wir die Grünanlagen auf Vordermann bringen, damit man im kommenden Sommer auch draußen feiern kann. Außerdem wollen wir zusätzliche Parkplätze schaffen", so Kordhanke. Wenn die Außenanlagen fertig sind, soll es bei schönem Wetter - wie zu alten Zeiten - auch wieder Kaffee und Kuchen für Spaziergänger geben. 

"Im nächsten Jahr werden wir an der Traditionsveranstaltung 'Lemgo macht ein Fass auf' am 1. Mai teilnehmen", kündigt die Pächterin an. Weitere Veranstaltungen seien in Planung. 

Der Aussichtsturm selbst soll zudem mehr in das neue Angebot integriert werden. "Es gab schon Heiratsanträge dort oben, oder zum 30. Geburtstag mussten die vielen Treppen gefegt werden. Daraus lässt sich mehr entwickeln."