„Holland-Kolonie“ an der Bega


 

Lemgo (ti). „In zwei Jahren“, so verkündete Rolf Meyer zu Bentrup, „wird der Lemgoer Campingplatz zu klein sein.“ Über diese Nachricht, trotz zukünftiger Erweiterungsschwierigkeiten, freuten sich Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, der 1. Beigeordnete Dirk Tolkemitt, Geschäftsbereichsleiter Helmut Strüßmann und Betriebsstättenleiterin Marion Visser. Dass aufgrund des miesen Wetters der vergangenen Woche zahlreiche Camper abreisten, sieht Meyer zu Bentrup gelassen: „Das ist normal und auch verständlich. Campen im Dauerregen macht einfach keinen Spaß!“

Im März 2007 wurde der Campingplatz und sein weiteres Schicksal in die erfahrenen Hände von Rolf Meyer zu Bentrup gelegt, der bereits seit Jahren in Bielefeld erfolgreich einen Campingplatz betreibt. Während sich in Bielefeld jedoch eher „Durchreisende“ für ein paar Tage aufhalten, kann der „Campingpark Lemgo“ sich einer immer wieder kehrenden Klientel erfreuen, die bis zu mehreren Wochen Urlaub in Lemgo machen. Zirka 70 Prozent der Urlauber kämen dabei aus Holland, resümierte Rolf Meyer zu Bentrup. Um so mehr freute sich Lemgos Bürgermeister in Rolf Meyer zu Bentrup einen so erfolgreichen Betreiber gefunden zu haben. Seit der Übernahme habe er, so berichtete der Pächter, zirka 100.000 Euro investiert. Allein die große Sanitäranlage schlug dabei mit 70 bis 80.000 Euro zu Buche. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Waschräume, Waschküche, Toiletten unterscheiden sich nicht von einem Luxus-Badezimmer wie man es zu Hause gewöhnt ist. Darüber hinaus gibt es für die Kleinen ihrer Größe entsprechende Toiletten und einen eigenen Waschraum, der kunterbunt und besonders liebevoll eingerichtet wurde. Hierfür erntete Meyer zu Bentrup viel Lob vom Beigeordneten Dirk Tolkemitt wie auch von Bürgermeister Dr. Reiner Austermann.

Aber auch der Eingangsbereich mit seinen kleinen Gehegen, in denen sich Enten, Gänse und Kaninchen tummeln, verbunden mit adretten Blumenarrangements sorgen für ein besonders schönes Ambiente. „Die Lage des Lemgoer Campingparks ist einfach genial“, schwärmt Rolf Meyer zu Bentrup und nennt neben der Nähe zum EauLe und zur Fußgängerzone auch die vielen touristischen Ziele, die Lemgo zu bieten hat. Viele Camper verbringen ihren Urlaub mit Radtouren in und um Lemgo. Besonders beliebt sei dabei auch das Junkerhaus, das quasi von allen besucht würde. Lobende Worte fand Meyer zu Bentrup für die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, dem EauLe und die Anbindung an Lemgo Marketing. Bereits in diesem Frühjahr konnte der Campingplatz volle Hütte vermelden und stellenweise keine neuen Anreisenden mehr aufnehmen. Auch jetzt liegen bereits Reservierungen und Buchungen vor, doch „die meisten Urlauber reisen spontan, ohne Voranmeldung an und bei schlechtem Wetter ebenso spontan wieder ab“, so der Pächter, dessen Konzept für Lemgos Campingplatz trotz Wetterkapriolen mit Erfolg gekrönt ist.

 

Bildtext: Der Holländer Jan Overeinder mit Hündin „Saar“ blieb trotz Dauerregen und reiste erst gestern ab.