Platz zwischen Bega und Eau-Le erfreut sich großer Beliebtheit
Camping-Boom am Regenstor

Lemgo. Als er vor zwei Jahren den Lemgoer Campingplatz als Pächter von der Stadt übernahm, fand er ihn in einem desolaten Zustand vor. Doch der Bürgermeister und sein zuständiges Team waren zuversichtlich: „Mit Rolf Meyer zu Bentrup haben wir den richtigen Mann gefunden. Er hat das Know-how und die Erfahrung, diesen Platz wieder auf Vordermann zu bringen“. Zwei Jahre später, am heutigen Dienstagvormittag, konnten sie sich von der Richtigkeit ihrer Überzeugung ein Bild machen. Der Lemgoer Campingplatz ist mittlerweile mehr als ein Geheimtipp unter den in- und ausländischen Campern.

Er hat gut lachen und den Platz wieder zum Aushängeschild für Lemgo  gemacht: Rolf Meyer zu Bentrup
Er hat gut lachen und den Platz wieder zum Aushängeschild für Lemgo gemacht: Rolf Meyer zu Bentrup
Rund 110.00 Euro hat Meyer zu Bentrup bisher investiert, allein in diesem Jahr 80.000 Euro in die überaus gelungene Sanierung der Sanitären Anlagen. Von der besten Dusche bis zum niedlichen Kinder-Porzellan ist alles zu finden, was denn Camper zum „Sich-Sauber-Halten“ bis zur Verrichtung der Notdurft brauchen. Wer die alten Anlagen noch gesehen hat, vermag diesen Wandel kaum zu glauben. 

Vor diesem Gebäude kleine Areale mit Teichen für Enten, Hühner und Hoppelhasen - alles mit viel Liebe angelegt. Und die gesamte Anlage selbst ist sauber und gepflegt. Da wundert es nicht, dass die Nachfrage nach den 55 Touristenplätzen groß ist. Die Anzahl der zehn festen Stellplätze sollen, so der Pächter, nicht erweitert werden und werden deshalb wohl .- nach jetzigem Kenntnisstand, da sehr begehrt – nur „vererbt“ werden können. 

Es boomt auf dem Lemgoer Platz zwischen Bega und Eau-Le. „Allein schon diese Lage macht den Campingplatz so wertvoll“, so Meyer zu Bentrup. Hinzu kämen die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zudem seien die Gäste, zumeist mit Fahrrädern ausgerüstet, blitzschnell in der Innenstadt oder könnten längere Touren durch die wunderschöne lippischen Landschaft unternehmen.

 

 

Dieses holländische Ehepaar hat sich ein lauschiges Plätzchen am Regenstor gesichert
Dieses holländische Ehepaar hat sich ein lauschiges Plätzchen am Regenstor gesichert
Gut 70 Prozent der Gäste kommen aus Holland. Hier hat der Pächter in einer Fachzeitschrift geworben – sonst hat es die Mun-zu-Mund-Propaganda geschafft, dass selbst dereinst vergraulte Camper wieder gerne nach Lemgo kommen. 

Und beileibe nicht alle aus weitere Ferne. Selbst Lipper gönnen sich gerne ein Zeltwochenende in Lemgo. Hätten Sie das gedacht? 

Die Nachfrage ist so groß, dass der Platz an sechs Tagen im Mai „dicht“ war und Gäste zum weiteren Platz des Pächters nach Bielefeld geschleust werden mussten. 

Und noch ein Beispiel für den Erfolgstrend: allein in diesem Juni ist schon jetzt die Auslastung des Platzes um 100 Prozent (!) höher als im Vergleichsmonat im Vorjahr. „Mit solch einem Erfolg hätte ich selbst nicht gerechnet“, gibt Meyer zu Bentrup zu. Und er fürchtet: „In zwei Jahren dürfte der Platz zu klein sein!“ 

Doch da gibt es Probleme mit der Erweiterung. Die Anlagen des Eau-Le -2 „ unser stärkster Partner“ - kommen natürlich nicht in Frage, bliebe nur eine Ausdehnung über die Bega hinweg. Mal schauen, was sich die Stadt dann einfallen lässt. 

„Jedenfalls ist es viel schöner zu hören, dass hier mehr Platz gebraucht wird, als Klagen, dass keiner kommt“, freute sich der Bürgermeister. 

Der Lemgoer Campingplatz mausert sich zum Aushängeschild für die Alte Hansestadt. Das zieht Touristen an – und das ist dann wieder gut für ganz Lemgo. 

Nach all den Negativschlagzeilen zum Platz in vergangenen Zeiten eine tolle Entwicklung. Glückwunsch!, sagt Lemgo-news.

 

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